Praxis bedroht – Patientin in Not

Das geplante GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz der Bundesregierung ist ein direkter Angriff auf die Versorgung und Arbeit unserer Frauenarztpraxis. Als Patientin hat dies signifikante Auswirkungen auf die ambulante Versorgungslage und es trifft alle niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten sowie Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten. Wir werden uns in den kommenden Monaten massiv gegen diesen politischen Kurs wehren.

Um Sie als Kassenpatientin über die aktuelle Lage und weitere Einschnitte bei der Versorgung aufzuklären, haben wir uns zu diesen Infos auf unserer Website entschieden.

Gemeinsamer Kampf

Durch bundesweite Protestaktionen möchten wir zeigen, dass frauenärztliche Versorgung nicht verhandelbar ist. Wir kämpfen auch für Sie und Ihre gute ärztliche Versorgung und schicken ein klares politisches Signal gegen das geplante Gesetz in Richtung Bundespolitik. Selbstverständlich bleiben die medizinisch notwendige Versorgung, die Behandlung akuter Erkrankungen sowie gesetzliche und berufsrechtliche Verpflichtungen uneingeschränkt gewährleistet. Unsere Maßnahmen und diese Infos dienen ausschließlich der transparenten Kommunikation organisatorischer und personeller Kapazitätsgrenzen im Praxisalltag.

Dieses Gesetz sendet ein fatales Signal:

Engagement in der ambulanten Versorgung wird nicht honoriert, sondern beschnitten!

geplante Kürzung
- 0 € pro Jahr

Hintergrund

Als Frauenärztinnen und Frauenärzte sind wir von diesem Gesetz in besonderer Weise betroffen. Der BVF (Berufsverbandes der Frauenärztinnen und Frauenärzte e.V) hat bereits deutlich gemacht:

Krebsfrüherkennnung, Schwangerenvorsorge, Impfprävention und die fachärztliche Begleitung in kritischen Lebensphasen lassen sich nicht beliebig budgetieren.

Allein in Baden-Württemberg wurden seit 2015 ärztliche Leistungen von rund 1,78 Milliarden Euro wegen der Budgetierung nicht vergütet. Das BStabG würde diese Situation weiter massiv verschärfen.

Ab 2027 sollen der vertragsärztlichen Versorgung rund 2,7 Milliarden Euro entzogen werden. Gleichzeitig sollen extrabudgetäre Vergütungen für zusätzliche Termine und offene Sprechstunden gestrichen und die Haus- und Facharztverträge geschwächt werden.

Quellen Stand 1.6.2026:

Bundesministerium für Gesundheit laufendes Verfahren „Gesetz zur Stabilisierung der Beitragssätze in der gesetzlichen Krankenversicherung“ Bundestag, 1. Lesung 12.6.2026 zum Gesetzentwurf vom 29.4.2026

https://www.medi-verbund.de/praxen-bedroht-patienteninformation

https://www.medi-verbund.de/praxen-bedroht-beschwerde

Das bedeutet für Sie als Kassenpatientin:
Längere Wartezeiten 100%
Weniger Zeit für persönliche Gespräche und Beratung
Weniger verfügbare Sprechstundentermine

Vielen Dank für Ihr Verständnis, Engagement und Ihre Solidarität.

Was kann ich gegen das GKV-Sparpaket tun?

Sie möchten sich beschweren? Wenden Sie sich bitte an die Politik. Schreiben Sie ganz einfach an die Bundestagsabgeordnete(n) aus Ihrem Wahlkreis. Hier der QR-Code zur Beschwerde-Plattform:

GKV-Spargesetz_Bundestagsabgeordnete

Wir danken Ihnen herzlich für Ihre Unterstützung und freuen uns, wenn Sie die Petition (siehe Kasten unten) unterschreiben. Ihr Team der Frauenarztpraxis

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